Grusel-Sound: Das japanische Katastrophen-Erdbeben zum Anhören

18. März 2011


Die spanische Universitat Politècnica de Catalunya (UPC) mit Sitz in Barcelona erforscht vor der Küste Japans das Leben in der Tiefsee und hört mit leistungsfähigen Unterwasser-Mikrofonen beispielsweise ab, wie sich Pottwale hunderte Meter unter dem Meeresspiegel um frisch erlegte Riesentintenfische zanken. Oder Ähnliches.

Am 11. März 2011 dürften den Forschern allerdings die Ohren geklingelt haben, denn ihre Mikrofone sind genau dort im Meer verankert, wo das japanische Mega-Erdbeben sein Epi-Zentrum hatte – direkt vor der Küste Sendais. Die Originalaufzeichnungen der technisch nachbearbeiteten Töne erreichen Sie über diesen Link. (Flash erforderlich.)

Die grünen Markierungen zeigen die Mikrofonstandorte vor der Ostküste Japans. Für die Großversion des Fotos bitte ins Bild klicken.

publiziert in Die Bunte Seite
  • http://www.karrer-edelsteine.de Peter

    Unheimlich, und es wird einem einmal mehr bewusst wie verletzlich wir Menschen und auch unsere Erde ist auf der wir Leben dürfen.
    Das Leid der Menschen in Japan scheint den Höhepunkt noch lange nicht erreicht zu haben.
    Ich glaube nicht dass es Worte gibt, für das was diese Menschen jetzt aushalten müssen und was sie wahrscheinlich noch erwartet. Wenn man die verzweifelten Versuche die Katastrophe doch noch abzuwenden beobachtet, scheit alles Bisherige nur der Anfang ihrer Leiden zu sein. Wenn es zum Super GAU kommt ist nicht mehr nur ein kleinerer Teil Japans betroffen und das wird die ganze Menschheit betreffen. Auch wenn die meiste Strahlung das Japanische Volk treffen wird, die Wirtschaftlichen Folgen wird auf die eine oder andere Weise die ganze Menschheit tragen, oder besser ertragen müssen.
    Ich bin der Meinung, dass sich jeder einzelne Mensch darauf einstellen muss, dass die Welt, wie wir sie bis zum 11.03.2011 kannten nicht mehr existiert. Zu viele Veränderungen werden über uns hereinbreche, ob wir das wollen oder nicht.
    In tiefen ehrlichem Mitgefühl für diese Menschen, Gruss Peter.

  • Stefan Heijnk

    @ Peter: Ich habe zwar kein Mandat, für die Menschen in Japan zu sprechen, danke aber trotzdem für den aufrichtigen Kommentar und das darin zum Ausdruck gebrachte Mitgefühl für die betroffenen Menschen.

    Wer die Ereignisse in Japan beobachtet und sieht, wie von jetzt auf gleich Menschen – Mütter, Väter, Kinder, ganze Familien – in solcher Zahl aus dem Leben gerissen werden, kann einfach nur erschüttert sein. Und wenn dann anderswo auf der Welt zeitgleich auch noch Gestalten wie Gaddafi ihr eigenes Vok bombardieren, raubt es einem schlicht die Worte.

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