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Papierfilm mit Tusche und feinem Strich
15. April 2011 
Ein Storyboard ist so etwas wie die papierene Vorab-Version eines filmischen Werks: Mit feinem Strich und manchmal auch mit Tusche wird darin als Zeichnung entworfen, was später einmal als bewegtes Bild über die Kino-Leinwände oder über Fernsehbildschirme flimmern soll.
Für die Dreharbeiten ist das ungemein nützlich, denn das Storyboard liefert allen Beteiligten den Masterplan: Sämtliche Szenen eines Films sind auf den Papierseiten bis ins Detail ausgearbeitet – nach Art eines großformatigen Loseblatt-Comics inklusive der Anweisungen beispielsweise für die Kamerapositionen, für die Kameraeinstellungen oder für die Bewegungsrichtungen der Schauspieler.
Zu sehen bekommen die Kinozuschauer diese sehenswerten Storyboards meist nicht. Nach Drehschluss wandern sie in Schubladen, Kartons oder Archive und das war es dann.
Nicht so in Emden: Die dortige Kunsthalle Emden präsentiert ab 16. April 2011 (bis 17. Juli 2011) ausgewählte Storyboards weltbekannter Filme, aus bahnbrechenden Werken wie etwa Vom Winde verweht, Apocalypse Now oder Matrix. Die gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek kuratierte Ausstellung “Zwischen Film und Kunst – Storyboards von Hitchcock bis Spielberg” führt in 17 Storyboard-Kapiteln durch 80 Jahre Filmgeschichte. Die Exponate sind Leihgaben aus Deutschland, Frankreich, England und diversen Archiven der USA. Eine Zeichnung zu Taxi Driver stammt aus dem Privatarchiv von Martin Scorsese – er hat sie selbst angefertigt.
Als besonderes Bonbon können sich die Besucher der Ausstellung von Han Solo alias Indiana Jones alias Harrison Ford über Hintergründe informieren lassen: Wolfgang Pampel, deutsche Synchronstimme des Hollywood-Stars, hat den Audioguide eingesprochen.
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