Junge Leser gewinnen: Geht das vielleicht mit Augmented Reality?
31. Mai 2011
Das SZ-Magazin hat es vor einiger Zeit getan, andere taten es sogar noch früher. Jetzt ist es das populäre Wissensmagazin Welt der Wunder: Printmedien-Redaktionen experimentieren auf ihren Papierseiten aktuell gern mit sogenannten Augmented-Reality-(AR)-Formaten, mit erweiterter Realität (siehe Video).
Da steigen dann beispielsweise virtuelle Dinosaurier aus den Papierseiten, Fotos grüner Alpenwiesen verwandeln sich fürs Thema Winterolympia 2018 in Fotos asphaltgrauer Parkplätze, über Infografiken schweben animierte Planeten – oder in der Tischplatte zeigt sich plötzlich ein Schwarzes Loch (siehe Video).
Jeder Leser kann das selbst ausprobieren: Benötigt wird natürlich ein entsprechendes Printmedium und dazu ein Kamera-Smartphone mit einem AR-Browser. Solche AR-Browser gibt es als App, meist sind sie kostenlos. So wie etwa die AR-Browser von Junaio oder Layar. Wer sein Smartphone damit ausgerüstet hat, braucht die Handy-Kamera nur noch auf einen AR-Marker auf einer Papierseite zu richten und das Papier wird lebendig. Alternativ geht das auch am PC mit einem AR-Programm und Webcam.
Bislang ist AR-Inhalt in Printmedien allerdings nicht mehr als Experiment und Marketing-Instrument. Es wird ausprobiert, was geht. Um zu zeigen, was geht. Die Leser dürfen dann einmal staunen, vielleicht auch zweimal. Sie dürfen verblüfft sein. Und dann ist es das meist auch schon wieder gewesen. In der Regel bleibt es bei einmaligen Aktionen, nachhaltig ist das nicht.
Kontinuierlich eingesetzt könnte AR für Printmedien durchaus interessant sein, etwa um junge Leser zum ersten Blattkontakt zu bewegen, der über eine regelmäßige Rubrik dann verstetigt wird. Auch wenn nicht jedes Kind und nicht jeder Jugendliche über ein AR-fähiges Handy verfügen wird: Einen Versuch wäre es allemal wert.











