Pflichtlektüre: Die neue Studie von Pew Research zum Nachrichtenlesen im Web
12. Mai 2011Navigating News Online lautet der Titel der jüngsten Studie des Pew Research Centers zum Nachrichten-Leseverhalten im Web.
Die Leitfragen der Untersuchung lauteten: Wie gelangen die Nutzer auf die 25 Top-Nachrichtensites in den USA? Wie lange verweilen sie auf den Sites? Wie tief steigen sie dort ein? Und wohin gehen sie, wenn sie auf eine andere Site wechseln?
Die Studie zeigt vor allem eines: Es gibt nicht die eine homogene Nutzergruppe, sondern unterschiedliche Teilgruppen. Jede zeigt ein jeweils eigenes Verhalten in der Nachrichtenrezeption. Für die Onlineredaktionen hat das eine Konsequenz: Sie benötigen angepasste Strategien, um möglichst vielen Verhaltensmustern zu entsprechen.
Drei ausgewählte Befunde:
1. Die Investition in ein Facebook-Profil kann in punkto Traffic nachteilig für die eigene Website sein. Teilweise ist der Outbound-Traffic in Richtung Facebook dramatisch größer als der Inbound-Traffic von Facebook auf die eigene Site.
2. Die Startseite hat nach wie vor herausragende Bedeutung für die Websites: Auf 21 der 25 untersuchten Nachrichtenangebote ist sie nach wie vor die trafficstärkste Einzelseite.
3. Video spielt für Nachrichtenleser im Web – trotz allen Hypes – offenbar eher eine nachgeordnete Rolle: Fünf der 25 Sites sind Ableger von TV-Sendern (FoxNews.com, CNN.com, MSNBC.com, ABCNews.com and CBSNews.com). Die Video-Seite schafft es bei 3 dieser 5 Angebote nur unter die Top 20 der meistbetrachteten Seiten, bei CNN.com ist sie die am zweithäufigsten besuchte Seite, bei CBSNews.com die bestbesuchte Seite. Video sei als Darstellungsmodus im Vergleich zu Text immer noch ein nachrangiger Modus im Nachrichtenkonsum – selbst auf den fernsehgebundenen Websites, sagen die Verfasser der Studie.
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