Augmented Reality in Printmedien: Bloß nicht!
20. Juni 2011Printmedien spielen ja gelegentlich gern mit virtuellen Erweiterungen ihrer Papierseiten, um den Einzelverkauf anzuregen. Kürzlich habe ich hier im Blog auch die Frage aufgeworfen, ob mit regelmäßigen Augmented-Reality-(AR)-Aktionen junge Leser ans Blatt gebunden werden können.
Ernsthaft und fachkompetent umgesetzt kann das durchaus funktionieren, wie einige erfolgreiche AR-Jugendbücher zeigen. Mindestvoraussetzung ist natürlich: Es muss funktionieren.
Welt der Wunder hat jüngst beispielsweise überzeugend demonstriert, wie AR dauerhaft abschreckt: Etliche AR-Komponenten waren erst gar nicht abrufbar, der AR-Marker funktionierte also nicht. Und in jenen Fällen, in denen der Aufruf klappte, stellte sich beim Anschauen heraus: Das ist alles vollgestopft mit Werbung. Inhaltlich komplett uninspiriert.
Das zugehörige Werbevideo:
Beim Benutzen sieht das dann tatsächlich etwas anders aus.
Zur Dokumentation diese Screenshots:
Das Smart View-Video startet. Laufzeit 52 Sekunden.
Bis zur 11. Sekunde wird Werbung gezeigt.
Zum Thema Kernspaltung prallen ein paar Atomkerne aufeinander.

Ab der 39. Sekunde gibt es dann zum Finale noch einmal Werbung.
Macht im Ganzen: 24 Werbesekunden plus eine dünne nichtssagende Animation in den verbleibenden 28 Sekunden.
Das kommentiert sich dann wohl selbst.











