Institut Allensbach: Das Internet macht die jungen Leute dumm, Zeitunglesen schützt
10. Juni 2011
Der Schuldige ist gefunden: Der anhaltende Veränderungsprozess der Mediennutzung durch das Internet “ist die Herausforderung der nächsten Jahre”. Was dort zunehme, sei Kommunikation “teilweise der flachsten Art”. Die dramatischen Konsequenzen ließen sich heute schon erkennen, “wenn man unter 30-Jährige, die regelmäßig Tageszeitung nutzen, mit solchen vergleicht, die das nicht tun”.
Die Frau, die das sagt, ist nicht irgendwer, sondern Renate Köcher, die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie in Allensbach. Zitiert wird sie mit ihren Aussagen auf der Website des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ).
Auf der Vorstandsklausur des VÖZ, der Ende Mai in St. Michael stattfand, warnte Köcher eindringlich: “Die Gesellschaft wird sich massiv verändern, wenn sich ein Teil der Bevölkerung zumindest partiell von der Printmediennutzung zurückzieht oder deutlich weniger Printmedien nutzt.” Sie kämpfe deshalb dafür, “die Tageszeitungslektüre im Unterricht zu verankern, um Jugendliche daran zu gewöhnen. Weil wir beweisen können, dass davon die Urteilsfähigkeit der Gesellschaft in ganz hohem Maße abhängt.”
Bohlen im TV und der Boulevard am Kiosk sind damit ja wohl endgültig aus dem Schneider. Über die angesprochenen Beweise wird an der genannten Stelle leider nichts weiter gesagt.









