Interaktive Videos: Wenn die Jeans der Moderatorin zum Linkverweis wird
16. Juni 2011
Praxisnahe Anwendungsszenarien für interaktives Video sind schon vielfach durchgespielt worden. Demos gibt es etwa für Nachrichtenfilme im TV, in denen wissenschaftliche Studien oder Ermittlungsberichte erwähnt werden und der entsprechende Volltext per Mausklick direkt aus dem Film aufgerufen werden kann.
Wirklich durchgesetzt hat sich interaktives Video bislang nicht. Ganz von der Bildfläche verschwunden ist die Technik aber auch nicht. Einige Firmen und Forschungseinrichtungen arbeiten nach wie vor daran, interaktives Video im Markt zu etablieren. Zu diesen Anbietern zählen beispielsweise Veeple oder auch Hyperspots.
In einem Beispielvideo auf Hyperspots.com wird das Potenzial der Technik für Werbezwecke demonstriert: Die Moderatorin turnt darin durchs Bild und alles, was sie an Kleidung und Schmuck trägt, ist im Bewegtbild direkt anklickbar. Die Zusatzinformationen zu ihrer Jeans, zu ihren Ohrringen oder zu ihrem Top werden dann in einer Randspalte des Videos angezeigt.
Im Demo funktioniert das einwandfrei, weitere Hyperspots-Anwendungsbeispiele aus der Praxis zahlender Kunden sind aber dort nicht zu finden. Die Website vermittelt insgesamt eher den Eindruck eines Garagenprojekts.
Relativ professioneller ist da sicherlich das Angebot von Veeple. Allerdings gibt es hier technologisch auch einen deutlichen Unterschied, denn mit Veeple lassen sich bislang nur positionsdefinierte Linkobjekte in die Videos einbetten. Anders als bei Hyperspots.com sind die dynamischen, sich bewegenden Komponenten nicht anklickbar.









