Denkanstoß: Zersparter Lokaljournalismus = starker Rechtsextremismus?

30. Januar 2013

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Heute jährt sich dieses fatale Ereignis zum 80sten Mal. Im Bundestag hat Kanzlerin Angela Merkel deshalb auf einer Gedenkveranstaltung zum Holocaust daran erinnert, dass Demokratie immer neu verteidigt werden muss: “Eine lebendige Gesellschaft mit menschlichem Antlitz braucht Menschen, die Achtung und Respekt voreinander haben, die Verantwortung für sich und andere übernehmen, die couragiert und offen Position beziehen – und damit auch bereit sind, Kritik und Gegenwind in Kauf zu nehmen.”

In Deutschland gibt es braune Zonen
Gebraucht wird eine solche Haltung überall im Land, vor allem aber dort, wo politische Extremisten an Einfluss gewinnen. 80 Jahre nach Hitlers Ernennung gehört es leider zu den Fakten: In Deutschland gibt es Kommunen und Regionen, in denen Rechtsextremismus kein Randphänomen ist. Der SPIEGEL hat dies kürzlich in einer Datenkarte mit dem Titel “Braune Zone” (Stand: 2012) haarklein für die ostdeutschen Bundesländer aufgeschlüssselt.

Der Karte ist zu entnehmen, dass die NPD bei den jeweils jüngsten Landtagswahlen vor allem in Thüringen, in Sachsen und in Mecklenburg-Vorpommern mehr als nur beachtlichen Wählerzuspruch erhalten hat. Punktuell erreichte die NPD in diesen drei Bundesländern Stimmenanteile von mehr als 30 Prozent. Rechtsextreme, so der SPIEGEL, genössen damit in manchen Gegenden “den Status einer Volkspartei”.

Besondere Verantwortung für regionale Zeitungsverlage
Warum das so ist, wird sich monokausal sicher nicht beantworten lassen, schon gar nicht in einem knappen Blogpost. Wenn es aber zutrifft, dass unabhängige Zeitungen für ein demokratisches Gemeinwesen unerlässliche Instanzen sind (wovon ich sehr überzeugt bin), dann kommt den Zeitungen in den sogenannten “braunen Zonen” eine besondere Verantwortung zu. Sie wird in den drei besonders betroffenen Bundesländern getragen von 19 regionalen Tageszeitungen, die sich im Wesentlichen im Besitz von nur fünf Medienhäusern befinden (Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, Madsack, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Südwestdeutsche Medienholding [SWMH] und WAZ-Gruppe):

In Mecklenburg-Vorpommern sind es die Ostsee-Zeitung (Madsack/73 v.H.), die Schweriner Volkszeitung (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag/100 v.H.; eigene Recherche), Norddeutsche Neueste Nachrichten (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag/100 v.H.; eigene Recherche) und der Nordkurier/Uckermark Kurier (Augsburger Allgemeine, Kieler Nachrichten [Madsack/49 v.H.], Schwäbische Zeitung/jeweils 33,3 v.H.).

In Sachsen sind es die Freie Presse (Medien Union [SWMH]/100 v.H.), die Sächsische Zeitung (Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbh, Hamburg/40 v.H.), der Döbelner Anzeiger (Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbh/40 v.H.), die Leipziger Volkszeitung (Madsack/100 v.H.), die Torgauer Zeitung (Madsack/24,9 v.H.), die Dresdner Neueste Nachrichten (Madsack/100 v.H.), die Dresdner Morgenpost (Gruner+Jahr/60 v.H.) sowie die Serbske Nowiny.

In Thüringen sind es die Thüringer Allgemeine (WAZ/50 & Mitarbeiter/50 v.H.), die Ostthüringer Zeitung (WAZ/60 v.H.), die Freies Wort (Süddeutscher Verlag [SWMH]/70 v.H., Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbh/30 v.H.), das Meininger Tageblatt (Mediengruppe Oberfranken/50 v.H., Süddeutscher Verlag [SWMH]/~50 v.H.), die Südthüringer Zeitung (Süddeutscher Verlag [SWMH]/70 v.H., Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbh/30 v.H.) und die Thüringische Landeszeitung (WAZ/100 v.H.).

(Quellen: Schütz, Walter J.: Redaktionelle und verlegerische Struktur der deutschen Tagespresse. In: Media Perspektiven, Nr. 11/2012, S. 594-603; Röper, Horst: Zeitungsmarkt 2012. In: Media Perspektiven, Nr. 5/2012, S. 268-285; “Tageszeitungen mit Vollredaktionen”, Verbreitungsgebiete-Poster von Journalist und Formatt-Institut (Stand: 12/2010); in Klammern: Eigentümer [ggf. Mutterkonzern]/direkter Anteil in v.H.).

Wie es um diese regionalen Zeitungen im Detail bestellt ist und unter welchen redaktionellen Bedingungen gearbeitet wird, wäre eine umfassendere Forschungsarbeit wert. Aus dem Stand lassen sich dazu natürlich keine substanzielleren Aussagen treffen, das verbietet sich. Den Kolleginnen und Kollegen aber, die den Neonazis morgens unfreiwillig vielleicht beim Bäcker begegnen, und sich trotzdem eine kritische Haltung bewahren, gebührt jedenfalls auch aus der Ferne größter Respekt. Zumal einige der gelisteten Zeitungen schon seit einiger Zeit unter massivem Spardruck stehen.

Lokaljournalismus unter Spardruck
Verdi, DJV und DJU in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise beklagen schon seit längerem eine personelle Ausdünnung in einigen Verlagen und halten deshalb über die Entwicklung an der Ostsee kontinuierlich auf dem Laufenden – auf ihrer gemeinsamen Website “Unser Land braucht seine Zeitungen”.

Wenn zutrifft, was die Gewerkschaftsorganisationen berichten, dann steht es um den Lokaljournalismus im Nordosten, vorsichtig formuliert, mancherorts nicht gerade zum Besten: Der Nordkurier etwa hat sich aus der Grenzregion zu Polen zwischen Prenzlau, Pasewalk, Ueckermünde und Anklam zuletzt ersichtlich weiter zurückgezogen – also genau dort, wo die NPD in dieser Gegend ihre Wählerhochburgen hat.

Auf der anderen Seite gibt es auch herausragend positive Beispiele: Die Lausitzer Rundschau engagiert sich im südöstlichen Brandenburg schon seit vielen Jahren als Stimme gegen Rechtsextremismus – und hat deshalb im vergangenen Herbst den „Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus“ des Förderkreises „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin verliehen bekommen. Im Frühjahr 2012 hatten Neonazis in Spremberg die Redaktion mit Hass-Parolen besudelt und Tierkadaver an Redaktionsschildern aufgehängt.

So sehen es die JournalistInnen vor Ort
Wie Redakteure in ostdeutschen Lokalredaktionen ihre Situation selbst beurteilen, darüber hat übrigens Christian Bagel für die ZEIT im vergangenen Jahr unbedingt lesenswerte Eindrücke eingesammelt. Es stimmt schon nachdenklich, wenn ihm ein Redakteur darin zu Protokoll gibt, “Demokratielehrer zu sein ist nicht unsere Aufgabe”.

Bagel selbst konstatiert in seinem Artikel: “Angst vor Übergriffen würde kaum ein Lokalredakteur offen zugeben. Einer von Mladeks Vorgängern fand in seinem Briefkasten das Todesurteil eines selbst ernannten Volksgerichtshofs. Ein anderer Journalist wurde mit einem Elektroschocker an der Haustür angegriffen. In Pasewalk tauchten Neonazis gar in den Redaktionsräumen des Nordkurier auf.”

Ins Bild passt heute denn auch die frisch veröffentlichte Pressefreiheitsrangliste von Reporter ohne Grenzen: Deutschland rangiert dort auf Rang 17 – auch weil es im vergangenen Jahr hierzulande wieder Angriffe von Islamisten und Neonazis auf Journalistinnen und Journalisten zu registrieren gab.

Weiterführende Links

ARD-Mittagsmagazin: Holocaust-Gedenktag im Bundestag (Videos und Bericht)

Die Zeit: Neue deutsche Nazis (Serie)

Video-Interviews zum Lokaljournalismus in Ostdeutschland, produziert vom Lokaljournalistenprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung (2010)

MDR.de: Behinderung von Betriebsräten – Ermittlungen gegen Magdeburger Volksstimme-Chefs

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FAZ: Ruhe bitte, Müller spricht! (Update)

1. Dezember 2012

Reinhard Müller hat sich heute in der FAZ zum Leistungsschutzrecht geäußert. Eigentlich nicht der Rede wert. Aber dieses Zitat lässt nur noch Kopfschütteln zu:

Es ist eine Pflichtübung der Opposition, sich auf ein Vorhaben der Regierung einzuschießen – in diesem Fall ist das merkwürdig, hat doch die SPD früher das Leistungsschutzrecht in der Sache befürwortet. Aber sind nicht auch die Jugendorganisationen aller Parteien dagegen? Erklärt uns nicht der öffentlich-rechtliche Rundfunk, die Verlage müssten eben mehr investieren? Weisen nicht Professoren auf das angeblich überholte „Geschäftsmodell Zeitung“ hin? Gewiss: Wer sein Geld nicht selbst verdienen muss oder vom Staat bezahlt wird (also von allen Steuerzahlern unabhängig von seiner Leistung getragen wird), der kann leicht den Marktliberalen spielen. Es kostet ja nichts.

Vermutlich gehöre ich zu jenen Professoren, über die sich Herr Müller so überaus sachkompetent echauffiert. Jedenfalls fühle ich mich angesprochen. Und will deshalb gern Folgendes festhalten, damit es da kein Missverständnis gibt:

Um weiter im Medienmarkt bestehen zu können, müssen sich die Zeitungen wandeln. Auch die FAZ. Dies festzuhalten verliert seine sachliche Richtigkeit nicht dadurch, dass ich mein Geld beim Staat verdiene. So wie die Dinge liegen, steht es bei der FAZ mit der Bereitschaft, diesen Wandel als erforderlich anzunehmen, offenbar nicht zum Besten.

Frank Schirrmacher schadet mit seinem Text überdies sowohl seiner Zeitung als auch der Mediengattung Zeitung insgesamt. Vielen wird der Vorgang künftig als Zeugnis dafür dienen, dass die Zeitungsverlage ihre publizistische Kraft für eigene Interessen einsetzen. Wo, werden sich nicht wenige LeserInnen fragen, beginnt das, wo hört es auf? Tangiert ist damit die zentrale Grundlage aller zeitungsredaktionellen Leistung: ihre Glaubwürdigkeit.

Was das LSR anbelangt: Sollte es in der vorliegenden Fassung tatsächlich vom Bundestag verabschiedet werden, ist Rechtsunsicherheit für viele Blogger und Twitterer die unausweichliche Folge. Das öffentliche Informationsgeschehen würde massiv beeinflusst. Das LSR trifft eben nicht nur Google, denn aus Angst vor unkalkulierbaren Kostenrisiken werden mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Blog-Stimmen schnell verstummen.

Hier gibt es dazu eine ausgeruhte juristische Analyse.

Im Übrigen halte ich die FAZ für eine hervorragende gut gemachte Zeitung, auch wenn es dort hin und wieder für meinen Geschmack etwas zu lauthals müllert. Als Journalistik-Prof. wünsche ich Ihr ein langes Leben — wie ich das allen anderen Zeitungen ebenfalls wünsche.

Als P.S. übrigens noch diese Petitesse: Meine Replik zu Frank Schirrmachers Artikel »Das Heilige Versprechen« (s.u.) hatte ich in der zu Ende gehenden Woche zuerst im Faznet-Forum gepostet; dort wurde sie, offenbar nach Sichtung durch den Autor, nicht freigegeben und anstandslos aus meinem Profil gelöscht. So jedenfalls hat es mir der FAZ-Leserservice mitgeteilt. Ich nenne das Zensur. Kleinmütiger geht’s wohl kaum.

Zur Dokumentation hier 3 Screenshots (zum Vergrößern bitte anklicken):


Der am 28.11.12 verfasste Leserbeitrag in meinem FAZnet-Forumsprofil


Die Reaktion des FAZ-Leserservice auf meine Nachfrage vom Vormittag des 30.11.12


Mein FAZnet-Forumsprofil am Abend des 30.11.12

Und als P.P.S. sei noch angemerkt, dass ich in Forschung und Lehre in vielen Projekten und in vielerlei Weise daran mitwirke, Zeitungen noch besser auf die neuen Anforderungen im crossmedialen Medienmarkt einzurichten. Auch dafür werde ich von Steuerzahlern getragen.

Mehr zu dieser Debatte gibt es im Blog von Stefan Niggemeier.

So geht Crossmedia: Die Ruhr Nachrichten und die Dortmund-Bombe

29. November 2012

Was die Ruhr-Nachrichten-Redaktion in Dortmund just in diesem Moment leistet, zeigt, wie die Zeitung als Mediengattung auch morgen noch unverzichtbar ist: Rund um die Entschärfung einer Fliegerbombe im Dortmunder Klinikviertel sind die RN-Reporter aktuell im Dauereinsatz.

Seit 13 Uhr wird livegetickert, auf Twitter berichtet, auf der Website gibt es Texte, Fotostrecken, Videos, Audios. Vor Ort verteilt wird gerade eine frisch gedruckte Extra-Ausgabe, die auch per E-Mail kostenlos angefordert werden kann, gedruckte Twitter-Timeline inklusive.

Hoffentlich geht alles gut. In Kürze soll die Bomben-Entschärfung beginnen.

Hier geht’s zur Website.

Hier geht’s zur Twitter-Timeline.

Hier geht’s zur #dobombe-Timeline


So sieht die Extra-Ausgabe aus.

Die Dortmunder Lokalredaktion der WAZ ist natürlich auch aktiv, gleichfalls mit vollem Programm:

Hier geht’s zur Website.

Hier geht’s zur Twitter-Timeline.

Kollegialität beweist RP Online. Die Kollegen aus Düsseldorf notieren um 22:37 Uhr: “Aktuelle Entwicklungen über den Hashtag #DoBombe auf Twitter oder im Ticker der Ruhrnachrichten in Dortmund” und verlinken auch direkt dorthin. Der Linkfriede funktioniert.

Update

1. Die Bombe konnte in der Nacht entschärft werden. :-)

2. @RN_DORTMUND: Großes Kompliment für die saubere Print+Web+Foto+Video+Twitter+Storify+Extra-per-E-Mail-Arbeit über die #DoBombe!

3. Hier gibt’s eine kleine Retrospektive zur Darstellungsform “Live-Ticker”:
So mauserte er sich zur Standard-Erzählform

4. Interview: Über die Social-Media-Aktivitäten der Ruhr-Nachrichten hat sich Sonja Kaute mit Redaktionsleiter Philipp Ostrop unterhalten.

5. Video-Einblicke in die RN-Redaktion gibt es direkt von RN-Redaktionsleiter Philipp Ostrop

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Zeitungszukunft: Einfach mal die harten Fakten

29. November 2012

Was mir in der Debatte um die Zukunft der Zeitung in den letzten Tagen gefehlt hat, waren harte Fakten. Aus meiner Sicht ist das Hauptproblem, dass das Geschäftsmodell der Zeitungsverlage schlicht und ergreifend erodiert (siehe Schirrmacher-Replik). Dieses Problem ist nicht vom Tisch. Ganz im Gegenteil.

Um das Thema aus betriebswirtschaftlicher Perspektive und damit vielleicht auch etwas sachlicher zu betrachten, habe ich gerade noch einmal die Vortragsfolien der Medienberater Gregor Waller (Frenemies) und Gregor Enderle (OC&C Strategy Consultants GmbH) vom Bremer Verlagstreffen 2011 studiert: Da ist vieles notiert, was die Sachlage auf den Punkt bringt. Der Kern: Das alte Geschäftsmodell wird verschwinden und das neue muss mit Hochdruck aufgebaut werden.

Die Vortragsfolien von Gregor Waller (PDF)

Die Vortragsfolien von Gregor Enderle (PDF)


Vergleichen Sie diese Prognosekurven – vor allem die nach oben weisende Trendlinie für die Online-Erlöse – mit der Grafik für die aktuellen Zahlen aus den USA (s.u.). Es zeigt das ganze Drama: In den USA stagnieren die Online-Werbeerlöse der Zeitungen auf niedrigem Niveau. Medienberater Enderle meint: Crossmedia erfordert eine abgestimmte Gesamtstrategie für alle eingesetzten Ausspielkanäle.

Dies sind frische Zahlen über die Entwicklung des Print-Werbemarktes in den USA. Auch sehr eindrücklich.

Mehr dazu hier.

In all dem umfänglichen Krisengerede sollte eines allerdings nicht vergessen werden: Print lebt! Tobias Kaufmann, Chef vom Dienst beim Kölner Stadt-Anzeiger, hat dazu einen sehr lesenswerten Beitrag geschrieben.

Replik: Der Schirrmacher-Algorithmus – überall am Werk

28. November 2012

Ganz offenkundig hat es wieder einmal funktioniert: Frank Schirrmacher hat das Thema “Zeitungskrise” in seinem jüngsten Debattenbeitrag stilsicher weitergedreht. Alle springen auf das Thema an (ich auch). Mehr aber auch nicht.

Fakt ist: Das Ableben von FR und FTD kann wohl kaum einer behaupteten “kalifornischen neoliberalistischen Ideologie” angelastet werden (Gibt’s die überhaupt? Wo genau ist sie nachzulesen?).

Die Fehler der Zeitungsverlage bleiben hausgemacht: Viele Entscheider haben zu spät verstanden, dass das Internet ihr Geschäftsmodell zerbröselt. Herr Schirrmacher gehört zu jenen, die das partout nicht zur Kenntnis nehmen können oder wollen.

Tatsächlich ist sein Beitrag deshalb auch kaum mehr als der etwas elaboriertere Versuch, das Leistungsschutzrecht für Zeitungen zu rechtfertigen. Der urgesteinliche SZ-Kollege Prantl hat den Schirrmacher-Pass heute ja auch schon dankbar aufgenommen und ins gleiche Horn getutet. Das ist insgesamt zwar verständlich, doch ebenso durchsichtig wie die peinliche Stimmungsmache von Google-Seite. Nur: Es wirkt wie ein Rückzugsgefecht.

P.S.: Partizipation findet im Web, anders als Schirrmacher behauptet, längst nicht nur als Button-Gedrücke statt – wie übrigens auch im Forum von F.A.Z.net unschwer zu erkennen ist.

S. 1 v. 26123451020



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